Zahnwale
Im Gegensatz zu den Bartenwalen nehmen die Zahnwale ihre Nahrung
(meist Fische und Kopffüßer) mit den Zähnen
auf. Da die Wale bis auf einige Ausnahmen ein homodontes Gebiss
haben, die Zähne sind gleichförmig, können Zahnwale
ihre Nahrung mit den Zähnen lediglich ergreifen, jedoch
nicht zerkleinern.
Zahnwale haben ein unpaares Blasloch und meist eine deutliche
Finne. Der Schwanzstiel kann oben und/oder unten gekielt sein.
Die Musterung der Haut ist sehr variabel, einige Arten haben
ein sogenanntes Cape (meist eine dunklere Färbung) das
vom Kopf über den Rücken verläuft. In der folgenden
Abbildung sind einige Besonderheiten im Körperbau der Zahnwale
dargestellt.
Der Schädel der Zahnwale ist von oben gesehen asymetrisch
geformt. Dies hängt vermutlich zusammen mit der Echolokation,
auch Echoortung oder Sonarsystem genannt, mit deren Hilfe die
Wale Nahrung oder Hindernisse lokalisieren. Bei der Echolokation
werden in den Luftwegen (vermutlich unter dem Blasloch) Töne,
sogenannte Klicklaute, erzeugt, die in der Melone gebündelt
und mithilfe der wannenförmigen Schädelform in eine
bestimmte Richtung geleitet werden. Stoßen die Schallwellen
auf ein Hindernis, werden sie reflektiert und gelangen über
den Unterkiefer zur Bulla tympani (Wand des Mittelohrs), die
daraufhin zu schwingen beginnt. Der Wal kann auf diese Weise
Größe, Form und Entfernung eines Objektes einschätzen.