Im
Jahre 1646 kamen 3000 Fußsoldaten und 300 berittene Soldaten
der französischen Armee auf Elba an. Nachdem sie Piombino erobert
hatten, besetzten sie Rio, die Festung Giogo und zuletzt Longone
(heute Porto Azzurro); da auch Frankreich ein Interesse an einer
strategisch wichtigen Stellung zur Eroberung Italiens hatte.
Die Spanier ergaben sich erst vor dieser numerischen Übermacht,
es gelang ihnen jedoch ihre Stellungen 4 Jahre später, unter
der Führung von Don Juan, Sohn von Phillip dem IV, wieder zu
erobern. Gleichzeitig wurden die Angriffe der Piraten von See her
fortgeführt, und einerseits deswegen, andererseits um sich
besser gegen die eventuellen Angriffe der Franzosen zu verteidigen,
entschieden die Spanier in der Bucht von Longone eine zweite Festung
zu errichten: Forte Focardo. Die Festung wurde in großer Eile
erbaut um weiteren Gefahren entgegenzuwirken, die etwa darin bestanden,
dass eventuelle kriegerische Flotten im Schutze der Bucht die Festung
San Giacomo von Longone, strategisch wichtiger Hafen des Verteidigungssystems,
bombardieren konnten.
Auf diese Weise wurde die Einfahrt in die Bucht praktisch unmöglich
gemacht. Forte Focardo bekam seinen Namen nach seinem Erbauer, wie
die Inschrift in spanischer Sprache beweist, welche sich am inneren
Tor befindet:
„Im Jahre 1678, auf Wunsch ihrer unbezwingbaren Majestät,
Carlo, König von Spanien, befahl der exzellente Don Ferdinando
Foxardo, in seiner Eigenschaft als Gouverneur von Longone, im Namen
seiner Majestät, diese Festung zu errichten.
Heute gehört die Festung der Italienischen Marine.