Das Land rund um den Ort Rio nell’Elba
war landwirtschaftlich intensiv genutzt, Dank der enormen Wasservorkommen
im valle dei Mulini (im Tal der Mühlen). Dieses Tal ist so
reich an Wasser, weil es nicht nur durch Regenwasser gespeist wird,
sondern vor allem von der Quelle, „dei Canali“ (der
Kanäle) genannt.
Und eben wegen dieses Wasserreichtums im Tal, befanden sich seit
alter Zeit zahlreiche Mühlen im Tal, die durch dieses Wasser
angetrieben wurden, welches den Besitzern von der örtlichen
Verwaltung zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt wurde.
Im oberen Teil des Tales, neben dem öffentlichen Waschhaus,
wurden 1910 große Veränderungen durchgeführt, wie
z.B. das Zuschütten des Mühlteiches der ersten Mühle,
der im Verdacht stand Brutstätte für die Überträger
der Malaria zu sein. 1934 waren von den ursprünglich 22 existierenden
Mühlen nur noch 16 sichtbar, während die anderem 6 z.
T. auf Anweisung der örtlichen Verwaltung, z.T. durch den Zahn
der Zeit zerstört wurden. Von den 16 noch existierenden Mühlen,
waren 12 komplett außer Betrieb. Von den verbliebenen, waren
3 nicht in Betrieb aber immer noch funktionsfähig, während
die vierte die einzig funktionierende und auch vom hygienischen
Standpunkt aus in Ordnung war.
Diese Mühle vermahlte kleine Mengen Korns, welches die einzelnen
Bauern von Zeit zu Zeit für ihren persönlichen Gebrauch
anlieferten. Die Mühle blieb bis zum Jahr 1950 in Betrieb und
während der Kriegszeiten, heimlich in Betrieb gesetzt, war
sie eine große Hilfe für die Bevölkerung.